Aller Anfang ist schwer… (erste Dota 2 Eindrücke)

Die Meinungen und Ansichten, die der Autor cerb in seiner Kolumne vertritt, spiegeln nicht zwangsweise die Ansichten von inDota2.de und seinem Staff wider.

Anmerkung: Die Screenshots wurden erst später und nach dem letzten Update aufgenommen.

In dieser Kolumne will ich über meine ersten Gehversuche in Dota 2 berichten. Das Ganze geschieht dabei aus Sicht eines (jetzt wohl ehemaligen) League of Legends-Spieler – oder wie man auch nett von anderen HoN und DotA Spielern genannt wird: aus Sicht eines „LoL-Nubs“. Auch werde ich auf Unterschiede zwischen LoL und Dota 2 eingehen, die mir besonders aufgefallen sind. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an unseren Keyorganisator, der wohl aus gutem Grund nicht weiter namentlich genannt werden möchte.

Aller Anfang ist schwer…

Nachdem ich am Montag (03.10.2011) meinen Key erhalten habe, wurde er natürlich umgehend in Steam aktiviert. Da soll noch mal wer sagen, dass sich nichts schneller als Lichtgeschwindigkeit bewegen kann! Ungefähr zwei Gigabyte später konnte ich dann auch ohne irgendwelche Probleme direkt loslegen und landete im Hauptmenü.

Das Hauptmenü bzw. "Dashboard".

Mein erster Eindruck: Schön übersichtlich und leicht zugänglich. Die Anordnung gefällt mir persönlich sehr gut. Am oberen Rand sind die Menüpunkte verteilt und in der Mitte befindet sich das Informationszentrum. Hier findet man alle Neuigkeiten rund um das Spiel, wie z.B. Patchlogs und Blogeintrage. Darunter drei große Buttons, unter anderem mit dem Link zum internen Beta-Forum. Ich habe dann auch direkt die ersten Einstellungen im Optionsmenü vorgenommen. Man kann wahnsinnig viel einstellen. Auffällig ist aber auch, dass viele Funktionen mit einem Sternchen versehen sind, was wiederum bedeutet, dass dieses Feature noch nicht Einzug in die Beta gefunden hat – und das trifft doch noch auf einige zu (Balnazzar wird sich dem in einem separaten Artikel noch genauer widmen). Auch befinden sich im Hauptmenü noch einige Platzhalter, die erst noch gefüllt und ersetzt werden wollen. Alles in allem macht das Hauptmenü einen sehr guten Eindruck. Es ist sinnig aufgebaut, da Funktion „X“ nicht meilenweit im Untermenü „Y“ versteckt ist. Daumen hoch!

DOTA TV

Viele werden jetzt wohl nur mit den Köpfen schütteln. Anstatt Hals über Kopf sich ins Gefecht zu schmeißen, habe ich mich erst mal der Streamfunktion gewidmet – oder wie es Valve nennt: DOTA TV. Auch wenn ich natürlich „The International“ verfolgt und sowohl Streams als auch diverse YouTube Videos geschaut habe, wollte ich zunächst erst einmal ein Match so richtig selber anschauen und das endlich auch in voller Auflösung. Zudem hatte ich die leise Befürchtung, dass ich, wenn ich sofort den Matchfinder anwerfe, ordentlich auf die Nase bekomme. Von daher erst mal langsam anfangen, schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Rechts sind die "Top Live Matches" zu sehen.

Im Hauptmenü auf der rechten Seite werden die „Top Live Matches“ angezeigt. Wonach das entschieden wird, ob nach der Anzahl der Viewer oder dem Elo-Bereich der Spieler, entzieht sich bisher meiner Kenntnis. Richtig gut ist, wenn man mit der Maus über das Spiel fährt, wird in einer Grafik der aktuelle Spielfortschritt gezeigt. Man sieht welche Türme bereits zerstört sind und kann daraus dann schließen, wie lange das Spiel wohl ungefähr noch dauern wird und in welcher Phase man sich wiederfinden würde. Ohne groß zu überlegen habe ich einfach das erstbeste Spiel angeklickt und bin direkt gejoined. Daraufhin wird die Spielengine geladen (was bei meinem PC sehr schnell gegangen ist; sowieso sind die Ladezeiten sehr gering) und man ist wenige Sekunden später mitten im Geschehen.

Oben rechts ist das Zuschauermenü (DOTA TV).

Am rechten Rand ist das Spectatormenü zu finden. Passend dazu hat das Dota 2 Entwicklerteam erst vor kurzem einen entsprechenden Post im offiziellen Blog verfasst (wir berichteten). Nur soviel sei gesagt: DOTA TV und besonders die Directed Camera funktionieren erstaunlicherweise sehr gut.